Medizinische Schwerpunkte
Unsere Aufgaben umfassen das gesamte Behandlungsspektrum der psychischen Störungen des Kindes- und Jugendalters wie Angst- und Zwangsstörung, Depressionen, Essstörungen und Psychosen sowie auch Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit, wie Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ADHS), kindliche Trennungsangst, soziale Ängstlichkeit, Autismus, Mutismus, Ticstörung, nicht organisches Einnässen und Einkoten und der gesamte Bereich umschriebener Entwicklungsstörungen.
Diagnostik im Team
Nach der stationären Aufnahme, vorbereitet durch die angegliederten Institutsambulanzen in Remscheid oder Solingen, erfolgt eine intensive diagnostische Phase in Zusammenarbeit mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des multiprofessionellen Teams. Durch psychotherapeutische Einzel- sowie auch Familiengespräche, strukturierte Verhaltensbeobachtung im stationären Alltag, Diagnostik der Ergo- und Bewegungstherapeutin sowie umfassende Testverfahren und Verhaltens- und Lernbeobachtung in der der Klinik angegliederten Schule, einem Zweig der Heinrich-Neumann-Schule, erfolgt eine umfassende Diagnosestellung.
Therapie und stationärer Aufenthalt
Im Anschluss an diese diagnostische Phase erfolgt eine individuelle und mehrdimensionale Therapieplanung, die Einzelpsychotherapie mit ergo- und bewegungstherapeutischer Behandlung sowie soziotherapeutischer Behandlung und Familienberatung/Familientherapie verbindet, eingebettet in die milieutherapeutische Arbeit im stationären Alltag. Dabei gehören Verfahren wie Verhaltens-, Gesprächs-, Spiel-/ und Familien- und Gruppentherapie zum Standard. Zudem kann die medikamentöse Behandlung bei ausgewählten psychischen Erkrankungen ein wichtiger Bestandteil der Therapie sein. Ergänzt wird das stationäre Setting durch regelmäßige Besuchszeiten für die Kontakte zwischen Patienten und Eltern sowie Freunden und anderen wichtigen Bezugspersonen und regelmäßige therapeutisch notwendige Wochenendbeurlaubungen im Sinne von Belastungserprobungen. Bei schulischen Schwierigkeiten findet eine enge Zusammenarbeit zwischen Klinikschule und Heimatschule statt.
Weiterbehandlung in der Instituzambulanz
Zum Ende der Behandlung erfolgt eine intensive Kooperation der Klinik mit den Eltern und eventuell der weiterbehandelnden Institutsambulanz, niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte, Kinder- und Jugendpsychiater oder niedergelassenen Psychotherapeuten, der Schule und gegebenenfalls pädagogischen Einrichtungen, um die Umsetzung der Therapie im häuslichen Umfeld zu gewährleisten.


