Ergotherapie
Die Ergotherapie gibt Hilfestellungen für eigenständiges Handeln bei Beeinträchtigungen der Sensomotorik, der sensorischen Reizverarbeitung und/oder der Handlungsfähigkeit.
Im Vordergrund steht die Betrachtung der praktischen Alltagsprobleme. Es gilt, Blockaden und Störfaktoren aufzudecken und Lösungswege in der praktischen Bewältigung der täglichen Anforderungen aufzuzeigen. Probleme in der Verarbeitung von Sinnesreizen können die sensomotorische Entwicklung beeinträchtigen und zu Verhaltensweisen beim Kind führen, die häufig schwer zu verstehen sind und den Umgang mit dem Kind erschweren.
Die ergotherapeutische Diagnostik beinhaltet die alltagsrelevante Problemanalyse mit entsprechender funktioneller Überprüfung der Fähigkeiten des Kindes. Nach der Diagnostik wird eine Behandlungsempfehlung erstellt, die auf die individuellen Schwierigkeiten und Bedürfnisse des Kindes ausgerichtet ist.
Ziel der ergotherapeutischen Behandlung ist es, dem Kind Erfahrungen über alle Körpersinne zu vermitteln und die Möglichkeiten des individuellen Bewegungs- und Handlungsspielraumes zu eröffnen und auszuschöpfen.
Die Sensorische Integrationstherapie nach J. Ayres und die Konzepte nach Bobath, Affolter und Frostig dienen als Grundlage für individuelle Behandlungsansätze.
Einzeln und in Gruppen werden gemeinsam mit den Eltern geeignete praktische Hilfen und Handlungsweisen für den täglichen Umgang erarbeitet, um einen erfolgreichen Transfer nach Hause, in den Kindergarten oder in die Schule zu ermöglichen.


